Linux in der Presse …
 
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Linux in der Presse …

München auf dem Weg in die neue Welt …

Erst die baden-würtembergische Gemeinde Schwäbisch-Hall und inzwischen auch die bayerische Metropole München folgen den Ruf der Zukunft … und München tut dies vor den Pforten der deutschen Zentrale von MicroSoft in Unterschleißheim.

… und ein verbiestertes Raunen ging durch die microsoftischen Hallen.

" Münchens Oberbürgermeister Ude flirtet nämlich mit dem Pinguin. Die bayerische Landeshauptstadt erwägt den vollständigen Umstieg von Windows auf Linux.
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Die Gutachter errechneten, dass der Einsatz von Linux zusammen mit freien Büro-Programmen (zum Beispiel Openoffice.org die eindeutig kostengünstigste Lösung sei. Die reine Microsoft-Variante landete dagegen nur auf dem vorletzten Platz. Ein Festhalten an einer Microsoft-Lösung würde den Haushalt um 25 Prozent mehr belasten als ein Umstieg auf Linux, so die Experten. "
Quelle: http://www.pcwelt.de/news/software/30233/

So berichtete die PC-Welt am 4.4.2003. Inzwischen befindet sich die Umstellung in vollem Gange. Man wüsste an dieser Stelle gern, was dies in Millionen Euro ausmacht, wenn allein alljährlich für ca. 16000 Server & Arbeitsplatzrechner die Rechnung über die Betriebssystem- und Office-Software-Lizenzkosten auf den Tisch weht. Wenn schon trotz Projektierungs- und Migrationskosten 25% der -nun ehemaligen- Lizenzkosten als „Gewinn“ anfallen, dann dürfte dieser Ertrag in den Folgejahren noch erheblich höher ausfallen.

Die Migration zu Linux wird zunächst sicherlich auch einiges an Kosten verzehren und im ersten Jahr wird die Einsparung dadurch zunächst nicht so deutlich werden – aber die Folgejahre werden den Projekterfolg dafür um so deutlicher ausprägen.

Das die Loslösung aus einer Herstellerabhängigkeit nicht ohne jede Reibungsverluste vonstatten gehen würde, war den Initiatoren sicherlich klar. Viele Unternehmen wären heute dem Ruin preisgegeben, wollten sie sich von etablierten Organisationsstrukturen lösen, die sie fest an Microsoft knebeln, weil der Zusammenbruch der Unternehmensorganisation die unausweichliche Folge wäre. Für viele Unternehmen kommt hier jeder Unternehmer-Mut schon zu spät …

Der Münchener Stadtrat stand vor der Wahl: "Weiter am Tropf oder Freigang? " … und hat sich gegen die kostenaufwendige "lebenslange stationäre Behandlung" entschieden, um wieder zu gesunden.

Zwar zeigen sich nun in der Realisierung die üblichen Migrationsprobleme – aber es sind eben übliche Probleme. Und kein geringerer als IBM steht der Stadt München diesertage zur Seite – das sollte zu denken geben, wie der Projekterfolg wohl am Ende aussehen wird … und der wird dann neue Maßstäbe setzen …

Weitere interessante Links zum Thema:

(CIS/hph, März 2004)
27.05.2004

Der Datenbank-Riese ORACLE Corp. stellt 9000 Entwicklerarbeitsplätze auf Linux um.

" Oracle will die Arbeitsplätze von 9000 Programmierern bis zum Jahresende auf Linux umstellen. Damit fährt der Softwareriese in seinem Engagement für das freie Betriebssystem fort, nachdem im Oktober bereits die Umstellung von 5000 Entwicklerarbeitsplätzen für Anwendungssoftware abgeschlossen worden war. Nun beginne die Umstellung für jene, die an Datenbanken arbeiten, heißt es laut Medienberichten. Auf die Weise soll Linux bei Oracle bis zum Jahresende zur Hauptplattform werden. "
Zu erwähnen bliebe, daß Oracle diese insgesamt 14000 Entwicklerarbeitsplätze von Solaris auf Linux umgestellt hat - Windows stand hier also schon vorher außer Frage. Wenn der führende Hersteller von modernen professionellen objekt-relationalen Datenbank-Lösungen seine Entwicklerarbeitsplätze nicht auf Windows sondern auf Linux umstellt, dann sollte das zu denken geben …
(Mai 2004)
4.5.2004

Bahn setzt auf Linux

Linux für die Server, Windows für die Desktops

" Die Deutsche Bahn AG hat Linux zu einer ihrer strategischen Serverplattformen erklärt. So weit möglich und sinnvoll sollen neue IT-Systeme auf Linux basierend entwickelt und bereits vorhandene Systeme umgestellt werden, verkündet die Bahn, die sich von diesem Schritt Kostenvorteile in Höhe von mehreren Millionen Euro pro Jahr verspricht. "

Den vollständigen Artikel finden Sie … hier …

17.11.2004

Der Weg einer OpenSource-Lösung …


Was wird von Leuten, die kein Fünkchen von OpenSource wissen und verstehen, nicht alles an Vorurteilen -und oft sogar bewust verstreuter übler Nachrede- geäußert. So fiel einem »Amtsstuben-Schläfer« der CSU-Fraktion in der bayerischen Landeshauptstadt doch tatsächlich das Wort "Feierabendprogrammierer" aus dem Gehege seiner Zähne - ohne jegliches Bewustsein, daß er damit eine weltweite Informatikerschaft diffamiert und diskreditiert - einschließlich der bundesrepublikanischen und bayerischen, damit die Sache auch den rechten Witz nicht entbehrt …

Daß OpenSource für die Fortentwicklung und den Fortbestand einer Software bahnbrechende Vorteile hat, belegt der folgende Vorgang eindeutig:

" Blender wurde ursprünglich von der Firma NaN entwickelt, welche aber in Konkurs ging. Damals wurde Blender mit Hilfe von 100.000 EUR an Spenden freigekauft und steht seitdem unter der GPL. Innerhalb kürzester Zeit etablierte sich Blender in der 3D-Community zur meistbenutzten Applikation unter Linux. Die Entwicklung von Blender scheint durch die freie Software-Gemeinschaft immer schneller zu werden. So kann Blender mittlerweile sogar als Audiosequenzer eingesetzt werden. Seit der Version 2.32 unterstützt Blender auch »raytracte« Schatten, Transparenz, Spiegelungen wie auch eine Kombination aus Spiegelungen und Transparenz (Fresnel-Effekt). "

Ferner ist der Nachricht schon im einleitenden Absatz zu entnehmen:
" Seit der Veröffentlichung der Blender-Quellen im Jahre 2002 machte das offene Blender große Fortschritte. Die unter der Versionsnummer 2.35 veröffentlichte Version nennt zum ersten Mal einen Outliner ihr Eigen. All jene, die bereits mit Maya ihre Erfahrungen gesammelt haben, werden mit dem Begriff etwas anfangen können. Der Outliner ist ein hierarchisches Diagramm, das alle Objekte anzeigt und die Navigation in einer Szene erheblich verbessert. Ferner implementierte das Team eine globale Undo-Funktion, die zu jedem Zeitpunkt ein frühere Version einer Szene wiederherzustellen vermag. Eine weitere Überarbeitung erfuhr Blenders Mesh-Bearbeitung und die Verformung von Meshes, Kurven, Flächen oder Gittern. Ferner verbesserten die Programmierer die Oberfläche und den Renderer. "

(Quelle: http://www.pro-linux.de/news/2004/7511.html)

Ebenso haltlos sind auch die meisten anderen Negativ-Äußerungen, die so landläufig über Linux und OpenSource hervorgebracht werden - insbesondere, wenn dies Leute tun, die IT gerade noch schmerzfrei buchstabieren können …

In a world without walls and fences: Who needs Windows ??

(CIS/hph, Dez. 2004)
3.2.2005, 10:52

Größte Linux-Migration der Welt macht Fortschritte


"MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Bahn hat gestern einen weiteren Meilenstein bei ihrer strategischen Linux-Umstellung (Computerwoche.de berichtete) erreicht: Die Domino-Server für alle 55.000 Notes-Nutzer sind Konzerns sind mittlerweile auf das Open-Source-Betriebssystem migriert. Von der Umstellung verspricht sich der Konzern nachhaltige Kostenersparnis, größere Flexibilität und Integrationsvorteile."

Den vollständigen Artikel finden Sie hier …

(CIS/hph, Feb. 2005)

 
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